Oberste Regel in der Landschaftsfotografie ist seit jeher alles mit einem Weitwinkelobjektiv zu fotografieren. Doch kaum jemand stellt diese vermeintlichen Regeln in Frage. Es stimmt zwar, dass ein solches Objektiv sinnvoll ist, wenn eine weitläufige Landschaft aufgenommen werden soll. Allerdings wird es unglaublich schwierig, bestimmte Elemente zu betonen, da immer das gesamte Landschaftsbild und alles drum herum erfasst wird. Ein Teleobjektiv kann in dieser Situation unglaublich hilfreich sein. Die Landschaftsfotografie mit einem Teleobjektiv ist nicht sehr verbreitet, aber dafür umso spannender. Denn damit eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten, Landschaften zu fotografieren. Es geht also nicht nur darum, weit entfernte Motive heranzuziehen, sondern vielmehr einzelne Elemente zu isolieren.


Was ist ein Teleobjektiv?

Ein Teleobjektiv ist für gewöhnlich eine Optik, die es ermöglicht, ein Objekt näher als mit dem menschlichen Auge zu sehen. Gleichzeitig muss ein Teleobjektiv nicht unbedingt eine Zoomfunktion haben. Dies wird oft mit einem Teleobjektiv in Verbindung gebracht. Eine 105-mm-Festbrennweite liegt, bezogen auf die Brennweite, ebenfalls im Telebereich. Folglich werden alle Objektive, die eine längere Brennweite als Normalobjektive haben, als Teleobjektive bezeichnet. Sie beginnt in der Regel bei etwa 60 mm und kann je nach Objektiv oder Telekonverter bis zu über 1000 mm betragen. 

Viele Teleobjektive haben auch eine integrierte Zoomfunktion und sind damit flexibel in der Brennweite. Dabei handelt es sich immer um einen Zoom, der trotzdem die normale Bildqualität der Kamera liefert. Das ist der größte Unterschied zu einem digitalen Zoom, wie z. B. bei Smartphones. Hier wird nur digital in das Bild hineingezoomt und der Verlust an Bildqualität ist deutlich sichtbar. Das ist bei Objektiven mit langer Brennweite nicht der Fall. Allerdings machen sich die physikalischen Gesetzmäßigkeiten im Bildausschnitt deutlich bemerkbar. 


Welches Teleobjektiv eignet sich für die Landschaftsfotografie?

Es gibt viele Möglichkeiten, ein Teleobjektiv zu verwenden. Ein 24-70 befindet sich bei 70 mm per Definition bereits im Telebereich. Das reicht aber nicht aus, um die Vorteile des Teleobjektivs voll auszuschöpfen. Hierfür gibt es zwei wesentlich bessere Möglichkeiten. Als Einstieg eignet sich das klassische 70-200 mm Objektiv*. Es ist von fast jedem Hersteller erhältlich, unabhängig davon, welche Kamera verwendet wird. Mit seinen 200 mm bietet es eine gute Grundlage, um weit entfernte Motive heranzuholen und isoliert darzustellen. Dennoch wird schnell deutlich, dass 200 mm nicht so viel sind, wie es auf den ersten Blick scheint. Der große Vorteil solcher Objektive ist, dass sie oft in einer recht lichtstarken Version erhältlich sind. Mit einer maximalen Offenblende von 2,8 f bleibt genügend Spielraum, um auch bei schwachem Licht rauscharme Aufnahmen zu machen. 

Beim Wechsel zu einem Objektiv mit längerer Brennweite ist die Lichtstärke deutlich geringer. Ein 100-400-mm-Objektiv kann im besten Fall eine maximale Lichtstärke von 4,5 f erreichen. Die Möglichkeiten von 400 mm sind jedoch sehr beeindruckend. Mit dieser Reichweite eröffnen sich erstaunlich viele Möglichkeiten der Bildgestaltung. Es dauert jedoch eine Weile, bis sich ein Landschaftsfotograf an die ungewöhnliche Brennweite gewöhnt hat.

Daher ist entweder ein 70-200 oder alternativ ein 100-400 mm Objektiv* die perfekte Wahl für die Landschaftsfotografie mit Teleobjektiv. 

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Landschaftsfotografie mit Teleobjektiv: Vorteile im Überblick

Viele Landschaftsfotografen sind zwar sehr gut auf die Verwendung eines Weitwinkelobjektivs eingestellt. Der Wechsel zu einem Teleobjektiv kann jedoch viele Vorteile nach sich ziehen. Dabei geht es nicht nur um die Flexibilität des extremen Zooms, sondern auch um die Komposition und das Aussehen des Bildes. 


Neue Perspektiven

Ein Teleobjektiv mit seiner für die Landschaftsfotografie etwas ungewöhnlichen Brennweite bietet die Möglichkeit, neue Perspektiven auf ein und dasselbe Motiv einzunehmen. Die Landschaft wird z.B. bei 400mm ganz anders dargestellt als bei einer kürzeren Brennweite. Das gesamte Motiv wird mehr oder weniger komprimiert und je nach Landschaft entstehen deutlich sichtbare Schichten im Bild. Dadurch lässt sich auf wunderbare Weise eine spannende Bildkomposition erzeugen. Diese Verdichtung ermöglicht es auch, Proportionen eindrucksvoll darzustellen. 


Viele Motive von einem Standpunkt aus

Der offensichtlichste Vorteil ist der extreme Zoomfaktor selbst. Dieser kommt in vielen Situationen sehr gut zur Geltung. Bei einem guten Aussichtspunkt mit einem vielseitigen Motiv, wie zum Beispiel einem Nebelmeer, lässt sich das Motiv Stück für Stück aus einem einzigen Standpunkt bei 400 mm erfassen. Das Ergebnis ist eine große Anzahl an unterschiedlichen Bildern, die alle aus einem Blickwinkel aufgenommen wurden.

Ein Weitwinkelobjektiv erfordert eine ständige Bewegung des Fotografen, wenn das Motiv aus einer anderen Perspektive gezeigt werden soll. Mit einem Teleobjektiv hingegen pickt man sich buchstäblich einzelne Details aus der Landschaft heraus und baut daraus seine Bildkompositionen auf. Das macht ein Fotoshooting nicht nur produktiver, sondern bietet auch ganz neue Möglichkeiten, die Landschaft zu betrachten.


Unerreichbare Motive heranzoomen

Der Zoom hat nicht nur kreative Vorteile beim Fotografieren. Es gibt viele Situationen, die es nicht erlauben, näher an das Motiv heranzukommen. Das kann ein Berg sein oder einfach eine Klippe, die man nicht betreten kann, ohne sich in Gefahr zu begeben. Die lange Brennweite mit einem zusätzlichen Zoom bietet die Flexibilität, Motive aus der Entfernung zu fotografieren. Mit einer normalen Brennweite oder gar einem Weitwinkelobjektiv wären solche Aufnahmen gar nicht möglich. Vor allem, wen die Landschaft zusammen mit einem wilden Tier fotografiert werden soll.


Minimalistische Bildgestaltung

Aufgrund des starken Zooms hat das Teleobjektiv den Vorteil, dass interessante oder sogar störende Elemente sehr einfach aus der Bildkomposition ausgeschlossen werden können. Dadurch werden einzelne Elemente isoliert und erhalten einen sehr minimalistischen Look. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Das kann z. B. ein einzelner Baum am Horizont oder ein schroffer Gipfel sein. 

Das Fotografieren im Nebel ist eine hervorragende Möglichkeit, das Potenzial eines Teleobjektivs voll auszuschöpfen. In diesem Fall ist der Nebel ständig in Bewegung und die Motive können je nachdem, wie stark sie sich aus dem Nebelmeer abheben, eingefangen werden. 


Jedes Licht ist perfekt

Ein großer Vorteil des Teleobjektivs ist, dass nicht immer auf das perfekte Licht geachtet werden muss. Üblicherweise wird auf einen Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang gewartet, um das Motiv zu fotografieren. Das Teleobjektiv isoliert ohnehin den größten Teil der Landschaft, so dass das Licht nicht der entscheidende Faktor ist. Selbst bei sehr schlechtem Licht lassen sich sehr schöne Bilder machen. Vor allem, wenn das Licht schön auf das zu fotografierende Objekt fällt. 

Auch eher graues und schlechtes Fotowetter lässt sich mit einem Teleobjektiv wunderbar überbrücken. Dazu genügt es, nach kleinen, interessanten Details in der Landschaft zu suchen und diese abzulichten.


Landschaftsfotografie mit Teleobjektiv: Was muss man beachten?

Trotz der vielen Vorteile, die das Teleobjektiv für die Landschaftsfotografie mit sich bringt, gibt es auch einige Besonderheiten, die berücksichtigt werden müssen. Denn die Handhabung eines Teleobjektivs ist bei weitem nicht mit der eines Weitwinkelobjektivs vergleichbar. Durch die lange Brennweite ergeben sich einige physikalische Besonderheiten, die beim Fotografieren mit einem Teleobjektiv gemeistert werden müssen. 


Bildstabilisierung ist wichtig

Die Bildstabilisierung ist einer der wichtigsten Aspekte im Telebereich, um gute Fotos zu erhalten. Die lange Brennweite sorgt dafür, dass auch die kleinste Bewegung eingefangen wird. Die Folge davon ist ein unscharfes Bild. Aus diesem Grund ist ein Objektiv mit Bildstabilisierung erforderlich, um diese Bewegungen zu minimieren. Eine Stabilisierung ist vor allem bei Aufnahmen aus der Hand notwendig. 

Heutzutage verfügen neuere Kameras über eine kamerainterne Bildstabilisierung, so dass das Objektiv weniger wichtig ist. Dennoch ist es immer gut, ein Objektiv mit zusätzlicher Bildstabilisierung zu haben. Ansonsten ist das Fotografieren mit solchen Linsen kaum möglich.


Richtig fokussieren

Je nach Objektiv kann das Fokussieren mit einem extremen Teleobjektiv problematisch sein. Ein lichtstarkes 70-200-Objektiv wird wahrscheinlich weniger mit diesem Problem zu kämpfen haben, sondern eher die 100-400-Objektive. Dies ist oft auf den Mangel an Licht oder einen zu geringen Kontrast zurückzuführen. Die Objektive haben Schwierigkeiten, einen Referenzpunkt zu finden und stellen den Autofokus falsch ein. Dabei geht es nicht um das Fotografieren bei Nacht, sondern bereits in der Dämmerung. Schon ein geringer Lichtabfall kann das Objektiv beeinträchtigen.

Die Lösung besteht darin, auf den manuellen Fokus zurückzugreifen. Sobald der automatische Fokus nicht mehr funktioniert, sollte das Objekt manuell fokussiert werden. Zumal es äußerst schwierig ist, einen schlecht sitzenden Autofokus auf dem kleinen Kameradisplay zu erkennen. 


Lichtsituation und die Kameraeinstellungen

Nicht nur beim Scharfstellen des Bildes, sondern auch beim Fotografieren selbst spielt das Licht eine entscheidende Rolle. Teleobjektive sind oft nicht besonders lichtstark. Das macht sich schon bei der kleinsten Lichtverschiebung bemerkbar. Davon ist zum einen der Autofokus betroffen, aber auch andere Kameraeinstellungen, wie der ISO-Wert oder alternativ die Belichtungszeit. Hier gilt es immer, einen guten Kompromiss zu finden. Ein höherer ISO-Wert führt direkt zu leichtem Bildrauschen. Alternativ kann auch die Belichtungszeit erhöht werden, allerdings ist es dann nicht mehr möglich, aus der Hand zu fotografieren. Sonst werden die Bilder durch die Handbewegung völlig unscharf. Deshalb sollte das Objektiv zusätzlich mit einem Stativ stabilisiert werden, sobald das Licht nicht mehr ausreicht. 


Bildkontrast

Eine Sache, die beim Fotografieren mit einem Teleobjektiv auffällt, ist das Aussehen des Bildes in Bezug auf den Kontrast. Oft sehen Bilder, die mit einer extremen Brennweite, z. B. 400 mm, aufgenommen wurden, sehr flach und kontrastarm aus. Das liegt zum einen daran, dass das Objektiv auch das Licht einfängt, das durch die Luft dringt. Dadurch wird der Kontrast etwas abgeschwächt. Andererseits liegt es auch an der Verdichtung, die durch die extreme Brennweite entsteht. In dieser Kombination wirken die Bilder eher flach und kontrastärmer als bei anderen Brennweiten. 

In vielen Fällen kann dies in der Nachbearbeitung leicht korrigiert werden, wenn dieser Look nicht erwünscht ist. Es genügt, den Kontrastregler zu verschieben, um dem Bild ein wenig mehr Intensität zu verleihen.


Stativ und Stativschelle nutzen

Wenn ein Teleobjektiv in der Landschaftsfotografie eingesetzt wird, ist die Verwendung eines Stativs eher die Regel als die Ausnahme. Oft sind es die schnellen und spontanen Schnappschüsse, die aus der Hand gemacht werden, weil keine Zeit für den Aufbau des Stativs ist. Außer in solchen Situationen, die eher selten sind, empfiehlt es sich, das Objektiv immer auf ein Stativ zu setzen. 

Die Fähigkeit, ein Motiv so nah abzubilden, wird durch ein relativ hohes Gewicht ausgeglichen. Das liegt daran, dass für solche Eigenschaften entsprechend viel Glas verbaut werden muss, um alle physikalischen Eigenheiten in den Griff zu bekommen. Das Gewicht und die lange Brennweite machen es unglaublich schwierig, das Objektiv ruhig zu halten. Obwohl eine Bildstabilisierung helfen kann, ist das Stativ die bessere Lösung für eine perfekt scharfe Aufnahme.

Neben dieser zusätzlichen Stabilisierung ist eine Stativschelle mehr als notwendig. Dies ist ein zusätzliches Element, welches das Objektiv umschließt und eine Verbindung zwischen dem Objektiv und dem Stativ herstellt. In der Regel befindet sich der Anschlusspunkt unterhalb der Kamera, wodurch das Objektiv mit seinem Gewicht etwas überwiegt. 

Im ungünstigen Fall kann das ganze Konstrukt samt Kamera und Stativ nach vorne kippen. Daher sollte das Objektiv stets mit der entsprechenden Stativschelle am Stativ und nicht an der Unterseite der Kamera befestigt werden. Einige Objektive wie das Sigma 100-400 F5-6.3 DG DN OS Contemporary* Objektiv werden ohne Stativschelle geliefert. Viele verwenden es daher ohne einen zusätzlichen Riemen, was trotz des geringeren Gewichts des Objektivs keine gute Option ist. In diesem Fall sollte eine zusätzliche Stativschelle für das Objektiv gekauft werden. Diese ist allerdings bei vielen anderen Objektiven bereits im Lieferumfang enthalten. 

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Was sind gute Motive für ein Teleobjektiv?

Das Teleobjektiv ist nicht für jede Situation und jedes Motiv geeignet. In der Anfangsphase wird oft alles mit dem Teleobjektiv ausprobiert, unabhängig davon, ob das Motiv für diese Brennweite geeignet ist oder nicht. Es gibt aber eine Reihe von Bildmotiven, die immer die perfekte Vorlage bieten, um das Teleobjektiv zur Hand zu nehmen. 


Mond

Der Mond ist nicht nur wegen seiner Entfernung ein geeignetes Motiv für ein Teleobjektiv. Obwohl sich der leuchtende Himmelskörper auch für Detailaufnahmen hervorragend eignet, sind die Möglichkeiten, vielfältige Bildmotive zu finden, rasch erschöpft. Ist der Mond erst einmal aus der Nähe fotografiert, ist die Sehnsucht nach diesem Motiv gestillt. Es macht wenig Sinn, immer wieder das gleiche Bild zu schießen. 

Was jedoch ein deutlich größeres Spektrum an Bildmotiven bietet, ist den Mond zusammen mit der Landschaft abzulichten. Dazu ist es notwendig, dass der Mond einmal ganz nah am Horizont steht und dass der Tag bereits angebrochen ist. Solche Aufnahmen müssen sorgfältig geplant werden, wenn der Mond mit einer ganz bestimmten Landschaft kombiniert werden soll. Die Ergebnisse sind jedoch jedes Mal ein wahrhaftiges Spektakel. Der Vorteil des Teleobjektivs ist, dass der Mond auf dem Bild sehr groß erscheint. Das hat mit der bereits erwähnten Komprimierung der Brennweite zu tun. 

Ein ähnliches Motiv mit einem Weitwinkelobjektiv würde den Mond so klein wie einen Stern wiedergeben. Man würde ihn gar nicht als Mond wahrnehmen.

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Berge

Eine zerklüftete Berglandschaft ist prädestiniert für den Einsatz eines Teleobjektivs. Die einzelnen Gipfel lassen sich mit einem Teleobjektiv individuell herausarbeiten. So lassen sich sehr spannende Bildkompositionen zusammenstellen. Vor allem, wenn die Gipfel nach einem Regentag in einen Nebelschleier gehüllt sind. Durch die unterschiedlichen Höhen ragen die Berggipfel auch unterschiedlich aus dem Nebel heraus. Daraus lassen sich immer wieder Motive finden, da der Nebel ständig in Bewegung ist und die Berge unterschiedlich stark einhüllt. Aber auch ohne den Effekt des Nebels können die Berge sehr imposant in Szene gesetzt werden.

Durch einen geschickt gewählten Vordergrund und die Verdichtung des Objektivs wirken die Berge im Verhältnis zum Vordergrund viel größer und massiver. Das baut eine zusätzliche Dramaturgie auf und spiegelt die realen Impressionen vor Ort wider. Der Vorteil der Berge ist, dass die Auswahl an möglichen Motiven schier unendlich erscheint, sobald man einen guten Blick auf ein Bergpanorama hat. Das Teleobjektiv bietet die nötige Flexibilität, um von einem Standort aus nach den Motiven in der Ferne zu suchen. 


Licht und Schatten

Kaum ein anderes Objektiv kann das Licht und den damit verbundenen Schatten so gut nutzen wie ein Teleobjektiv. Das Licht muss nicht immer perfekt sein. Es genügt, wenn ein Objekt vom Licht angestrahlt wird und dadurch einen spannenden Schatten wirft. Daraus ergeben sich zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten. Vor allem Felsen eignen sich aufgrund ihrer unebenen Oberfläche für spannende Licht- und Schattenspiele. Aber auch ganze Landschaften bieten sich dafür an. Von einem guten Aussichtspunkt aus und mit ein wenig Geduld lässt sich beobachten, wie sich das Licht unterschiedlich über die Landschaft bewegt und alles verändert. Für diese Aufnahmen ist allerdings ein sehr gutes fotografisches Auge notwendig, um spannende und vor allem minimalistische Aufnahmen zu machen. 


Bäume in der Landscahft

Ein wohl sehr bekanntes Motiv ist der isolierte Baum in der Landschaft. Zwar lässt sich dieses Motiv auch mit anderen Objektiven umsetzen, jedoch nicht mit einer bestimmten Entfernung. Gerade wenn die Aufnahmen sehr klar und reduziert sein sollen, kann die verdichtende Wirkung des Teleobjektivs sehr nützlich sein.

Der Baum muss nicht unbedingt etwas Besonderes sein, es ist nur wichtig, dass er nicht von anderen Bäumen umgeben ist. In Kombination mit sehr starkem Gegenlicht kann der isolierte Baum noch mehr in den Mittelpunkt gerückt werden. 

Landschaftsfotografie_mit_Teleobjektiv_Bäume

Landschaftsfotografie mit Teleobjektiv: Fazit

Wer jahrelang mit einem Weitwinkelobjektiv fotografiert hat, dem wird der Umstieg auf ein Teleobjektiv sehr schwer fallen. Angesichts der Möglichkeiten, die sich daraus ergeben, wird deutlich, dass ein Teleobjektiv ein enormes Potenzial hat. Die Umstellung braucht zunächst Zeit, da die Handhabung ganz anders ist. Vor allem die notwendige Bildstabilisierung ist bei einem Teleobjektiv ein wichtiges Thema. Insbesondere der Einsatz einer geeigneten Stativschelle sollte immer in Betracht gezogen werden, auch wenn diese nicht im Lieferumfang enthalten ist. Dies ist im Hinblick auf die Sicherheit der Ausrüstung und die Bildstabilisierung äußerst wichtig. 

Sobald der Umgang mit dem Objektiv zur Routine wird, kann es schnell zum Hauptobjektiv werden. Schließlich sind die Vielfalt der verschiedenen Motive und die damit verbundene Flexibilität unschlagbar. Daher ist es nur ratsam, die Komfortzone zu verlassen und sich auch mit einem Teleobjektiv an die Landschaftsfotografie zu wagen.